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Pseudonym

Konzert [03]

Sonntag | 7. August 2022 | 17 Uhr
Kongresszentrum Davos (Eingang Seite Hallenbad)
(→ Karte)
 

Unser Name ist identitätsstiftend. Er verrät etwas über Herkunft und Wünsche unserer Eltern. Manche tragen ihren Namen mit Stolz, andere verbinden damit ein schweres Erbe. Wie fühlt es sich an, den eigenen Namen ungewollt verleugnen zu müssen? Manche Komponisten und Autorinnen wählen ein Pseudonym aus einer Laune heraus. Sie geniessen das Verwirrspiel und amüsieren sich über Mutmassungen bezüglich der Urheberschaft. Viele Komponistinnen hingegen hatten keine Wahl. Wollten sie, dass ihre Werke ernst genommen wurden, so mussten sie sich hinter einem männlichen oder geschlechtsneutralen Namen verstecken. Poldowski statt Régine. Mel statt Melanie. Heute sind sie Vorbilder für eine jüngere Generation und ihre Namen müssen nicht mehr verschleiert werden. Eine Befreiung im Kleinen.

Ein lesenswerter Artikel von Musikjournalistin Sophie Emilie Beha im aktuellen Festivalmagazin befasst sich mit dem Phänomen von Decknamen und angenommenen Identitäten in Gesellschaft und Musik.

 

Augusta Holmès (1847 – 1903)

Trois petites pièces für Flöte und Klavier
— 1. Chanson
— 2. Claire de lune
— 3. Gigue

Kaisa Kortelainen, Flöte
Julian Trevelyan, Klavier

 

Szene aus dem Leben von Mel Bonis

gelesen von Max Mühlhoff

 

Mel Bonis (1858 – 1937)

Ausschnitt aus: «Femmes de légende» für Klavier
— Phoebé
— Mélisande
— Salomé

Julius Asal, Klavier

 

Rebecca Clarke (1886 – 1979)

Prelude, Allegro und Pastorale für Viola und Klarinette

Sào Soulez Larivière, Viola
Andrzej Ciepliński, Klarinette

 

«I Had a Father Too» von Rebecca Clarke

gelesen von Max Mühlhoff

 

Rebecca Clarke (1886 – 1979)

«Morpheus» für Viola und Klavier

Sào Soulez Larivière, Viola
Julius Asal, Klavier

 

Laura Netzel (1839 – 1927)

Suite für Flöte und Klavier, op. 33

Kaisa Kortelainen, Flöte
Julian Trevelyan, Klavier

 

Poldowski – ein Portrait

gelesen von Max Mühlhoff

 

Poldowski (1879 – 1932)

Andante languido – maestoso – agitato, aus: Sonate für Violine in d-Moll

Eoin Ducrot, Violine
Alice Burla, Klavier

 

Poldowski (1879 – 1932)

Tango

Eoin Ducrot, Violine
Alice Burla, Klavier

 

Ende ca. 18.30 Uhr, ohne Pause