Was vermag ich über die Poesie zu sagen?
Was über diese Wolken, über diesen Himmel?
Seht nur hin – seht hin, seht hin –
und lasst es dabei.
Federico García Lorca
Den Begriff Götterfunken kennen wir bestens aus Schillers Gedicht An die Freude, das Beethoven eindringlich in seiner 9. Symphonie vertont hat. Schiller greift damit auf antike Vorstellungen zurück und beschreibt die Freude als etwas Göttliches, das die Menschen verbindet.
Robert Schumann vertonte in seinen Märchenerzählungen nicht etwa konkrete Grimm’sche Märchen, sondern versuchte eine märchenhafte, mystische Stimmung einzufangen und damit auch die Fantasie des Publikums anzuregen. So klingt der erste Satz wie ein zarter Feentanz.
Der spanische Komponist Joan Pérez-Villegas hat in Bern studiert und bezieht sich in seinem Werk Sólo el misterio auf drei Lieder des andalusischen Dichters und Komponisten Federico García Lorca.
Ein Konzert, das Götterfunken, Mystisches und Poesie vereint und doch vieles offen lässt.
Robert Schumann (1810–1856)
Märchenerzählungen, op. 132 (1853)
I. Lebhaft, nicht zu schnell
Robert Kahn (1865–1951)
Serenate für Oboe, Viola und Klavier (1923)
Joan Pérez Villegas (1994)
Solo el misterio (2021)
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Streichquartett in D-Dur, op. 44 (1838)
Allegro assai appassionato
Scherzo: Allegro di molto
Andante