Etwas Neues zu wagen erfordert Mut. Wie ein Sprung ins kalte Wasser gleicht auch die erste Note eines unbekannten Werks einem Schritt ins Ungewisse. Wann bewegt man sich auf vertrautem Boden, und wann lohnt es sich, Neuland zu betreten?
Ähnliches gilt für das Eröffnungskonzert des Davos Festivals 2026: Es markiert den Auftakt der kommenden zwei Wochen und zeigt zugleich die Vielfalt und Experimentierlust des Festivals. Im Konzert begegnen sich Werke aus verschiedenen Epochen – Bekanntes und Vergessenes, geprägt von einzigartigen Biografien.
Guillermo Lago unternahm mit seiner Werkreihe Ciudades den Versuch, die Atmosphäre, die Kultur und den musikalischen Charakter verschiedener Städte einzufangen – von Sarajevo über Köln bis Addis Abeba. Seine Klangsprache ist lebendig, oft überraschend, und lässt jede Stadt in musikalischen Bildern zum Leben erwachen. In den kommenden zwei Wochen werden wir vielleicht auch eine Antwort auf die Frage finden: Wie klingt eigentlich Davos?
Rebecca Clarke war eine konzentrierte Denkerin, mit spitzem Humor und mitreissender Energie. Das Klaviertrio von 1921 gilt als ihr dramatisches Meisterstück. Machen Sie sich also bereit für eine aufregende Reise durch die Musikgeschichte. Auf die Plätze, fertig, los!
Guillerme Lago (1960)
Ciuadedes (2011-2015)
Addis Abeba
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Capriccio in e-Moll, op. 81 (1843)
Johannes Brahms (1833–1897)
Sonate für Violine und Klavier in G-Dur, op. 78 (1878)
I. Vivace ma non troppo
Nadia Boulanger (1887–1979)
Trois pièces (1913)
Moderato
Sans vitesse
Vite et nerveusement rhythmé
Rebecca Clarke (1886-1979)
Trio für Violine, Violoncello und Klavier (1921)
Moderato ma appassionato
Andante molto semplice
Allegro vigoroso