Dmitry Smirnov hat in den letzten drei Jahren das Davoser Publikum verzaubert. Wie spielerisch und zugleich selbstverständlich er mit seinem Instrument umgeht, erlebt man auf dem klassischen Konzertpodium nur selten. Dass er darüber hinaus ein ebenso unkomplizierter wie kollegialer Mensch ist, bewies er im vergangenen Jahr, als er bei den Metamorphosen von Richard Strauss spontan den Part der fünften Viola übernahm – auf einem, sagen wir, eher suboptimalen Leihinstrument.
In diesem Jahr steht er den Akademist*innen als Coach zur Seite und übernimmt zugleich den Solopart im Werk Shrinkfür Solovioline und Streichorchester von Nico Muhly. Den fulminanten Abschluss des Festivals bildet das Divertimentovon Béla Bartók – ein klangliches Feuerwerk, das einem Paukenschlag gleicht. So lässt sich am Ende mit gutem Gewissen sagen: Les jeux sont faits, rien ne va plus.
Guillaume Connesson (*1970)
Les chants de l’agarthe (2008)
Sous le désert de Mongolie
La bibliothèque des Savoirs Perdus
Danse devant le Roi du Monde
Nico Muhly (*1981)
Shrink (2019)
Ninths
Sixths
Turns
Béla Bartók (1881–1945)
Divertimento für Streichorchester (1919), Sz 113
Allegro non troppo
Molto adagio
Allegro assai