Laut zu sein bedeutet nicht immer, mutig zu sein. Oft sind es die kleinen, unscheinbaren Gesten, die im Verborgenen bleiben – und dabei besonders viel Kraft erfordern. Für diese Taten gibt es keinen Applaus, manchmal sogar Gegenwind. In einer Ratsstube werden politische Entscheidungen genau dieser Art getroffen. An diesem Abend erklingt hier jedoch filigrane Musik, die zum Träumen einlädt. Musik, die zum Teil fast so alt ist wie die Grosse Stube.
Diese entstand im Jahr 1564, als das Rathaus nach einem Brand wieder aufgebaut wurde. Baumeister war der damalige Landschreiber Hans Ardüser, der sein Werk «… mit gotes hilf glücklih zu endt … bracht» nannte – wie es in der Bauinschrift neben der Eingangstür der Grossen Stube zu lesen ist. Wahrscheinlich konnte er nicht ahnen, welch glückliche Musik 462 Jahre später an diesem Ort erklingen wird.
Sophia Corri-Dussek (1755–1831)
Sonate in c-Moll, op. 2/3 (1997)
Allegro
Andantino
Rondo Allegro
Guillaume Connesson (*1970)
Toccata pour harp (2001)
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Suite Nr. 2 in d-Moll für Violoncello, BWV 1008
Prélude
Allemande
Cournate
Sarabande
Menuet I – Menuet II
Gigue
Kate Moore (*1979)
Broken rosary (2010)
Henry Purcell (1659–1695)
Fantasies in four parts
Fantasia VIII in d-Moll, Z. 739
Caroline Shaw (*1982)
Entr’acte für Streichquartett (2011)
Nicolas Bacri (*1961)
Notturno für Oboe und Streichquartett, op. 47 (2001)