Marie Jaëll war ein musikalisches Wunderkind: Schon mit neun Jahren trat sie öffentlich auf, mit zehn gewann sie den ersten Preis am Pariser Konservatorium. Als gefeierte Konzertpianistin war sie die erste Pianistin in Paris, die alle 32 Beethoven-Sonaten in einer Reihe aufführte. Sie stand in engem Austausch mit Camille Saint-Saëns, Franz Liszt und César Franck – Saint-Saëns widmete ihr sogar Werke und sorgte dafür, dass sie als eine der ersten Frauen in die Société des compositeurs de musique aufgenommen wurde.
Ihre innovative Klaviermethode «Méthode Jaëll» verband Körperwahrnehmung, Handbewegung und Zuhören auf neuartige Weise – ein Ansatz ihrer Zeit weit voraus.
In der zweiten Hälfte des Konzerts verlassen wir die klassisch-romantische Welt. Das Sax&Perc Duo präsentiert neben Originalwerken für seine Besetzung auch farbenprächtige Transkriptionen von Scarlattis Cembalo-Sonaten. Zum krönenden Abschluss erklingt mit Get It von Gene Koshinski ein energiegeladener Rausschmeisser, der das Konzert mit kraftvollen Klangfarben beschliesst.
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Fantasie, op. 28 (1828)
Con moto agitato
Allegro con moto
Presto
Marie Jaëll (1846–1925)
Klavierquartett in g-Moll
I. Allegro
Franz Liszt (1811–1886)
Klavierquintett Nr. 1 (1952)
Réminsences de Don Juan (1841)
Domenico Scarlatti (1685–1757)
Sonate in d-Moll, K 517
Sonate in A-Dur, K 29
Roberto di Marino (*1956)
Sonata (1998)
Allegro
Adagio
Vivo
Gene Koshinski (*1980)
Get it (2011)